Über die Kampagne

Desinformation, Propaganda und “Fake News” hat es schon immer gegeben. Aber warum sollten wir uns darüber überhaupt Sorgen machen?

Was sie heute anders ist, ist ihre schnelle Verbreitung und globale Reichweite. Die Verbreitung falscher Informationen wird von den Gegnern der Freiheit absichtlich als Waffe eingesetzt. Sie wird benutzt, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in demokratische und staatliche Institutionen sowie die Medien zu mindern und soziale Spaltung, Ressentiments und Ängste zu verstärken.

Die Kampagne FreedomFightsFake ermutigt Bürgerinnen und Bürger rund um den Globus, sich kritisch mit dem Thema Desinformation auseinanderzusetzen.

Wie können wir erkennen, welche Behauptungen (absichtlich) falsch sind?
Auf welche Weise können wir dem globalen Phänomen der Desinformation begegnen?
Wie steht es um die Medienfreiheit in der Welt und wie können wir sie stärken?

Begeben Sie sich mit uns auf die Suche nach Antworten unter und lassen Sie uns gemeinsam gegen Desinformation vorgehen!

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"Infodemie" überrollt die Welt – Europa braucht ein scharfes Schwert

Schon vor Corona stellten Fake-News eine große Gefahr dar, egal ob für die Gesellschaft, die Wirtschaft oder die Politik. Die Folge: Fehlendes Vertrauen. Heute schenken die Menschen nicht nur Politikern, sondern auch Ärzten keinen Glauben mehr. Dagegen hilft nur eines: verstärkte internationale Zusammenarbeit.

Desinformationen sind nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Krise ein massives Problem für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – man denke nur an die zahlreichen „Fake News“, die der amtierende US-Präsident seit Jahren regelmäßig verbreitet. Doch seit Covid-19 das Weltgeschehen dominiert, nimmt die Verbreitung von Desinformationen die Ausmaße einer globalen „Infodemie“ an, wie die Weltgesundheitsorganisation warnt.

Eine neue internationale Studie des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit belegt nun eindrücklich diese Einschätzung: Über die Hälfte der Deutschen ist aufgrund der Zunahme von bewussten Falschinformationen beunruhigt.

Im internationalen Durchschnitt sind es sogar 74 Prozent der Befragten. Dramatisch und regional unterschiedlich sind die Verschwörungserzählungen, die sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt haben: Der Glaube, dass Corona eine chinesische Biowaffe sei, dass Bill Gates mehr Macht habe als die jeweilige Regierung im befragten Land, oder dass es Zusammenhänge zwischen dem 5G-Netzausbau und der Corona-Pandemie gebe.

Vertrauen in Ärzte und Politik sinkt

Besorgniserregend ist vor allem das länderübergreifende sinkende Vertrauen nicht nur in Politiker, sondern auch in Ärzte. 70 Prozent der Deutschen sagen, dass bewusste Falschmeldungen zu Corona das Vertrauen in diese Berufsgruppen untergraben. Die Folgen solcher Desinformationen können dramatisch sein: So starben in den ersten Monaten der Corona-Krise zahlreiche Menschen, weil sie den Behauptungen glauben schenkten, das Trinken von Desinfektionsmittel würde das Covid-19-Virus besiegen.

Dieser Artikel erschien erstmalig am 22.07. im Fokus.